Nicht, weil KI gerade in aller Munde ist. Sondern wegen dem, woraus deine Wochen tatsächlich bestehen: Termine, die nachbereitet werden wollen. Protokolle, Vergabeunterlagen, Bautagebücher. Mails an Bauherren, Behörden, Fachplaner. Und dazwischen die eigentliche Arbeit — planen, entscheiden, koordinieren. Der Papierkram ist notwendig. Aber er muss nicht so viel von deiner Energie fressen.
Warum das Ganze?
Stunden zurückholen
Die wiederkehrende Schreib- und Sortierarbeit — Notizen, Listen, Entwürfe, Zusammenfassungen — schrumpft von Stunden auf Minuten. Ab der ersten Woche, nicht irgendwann.
Einen Denkpartner haben
Nicht nur schneller tippen — besser denken. Ein Sparringspartner, der deine Projekte kennt, kluge Rückfragen stellt und nie genervt ist, wenn du „warte, noch ein Gedanke" sagst.
Herr im eigenen System sein
Kein Abo-Dschungel, keine Plattform, in die man sich einarbeiten muss und die dann doch nicht passt. Ein Ordner mit Textdateien, der dir gehört — und nur dahin wächst, wo er dir wirklich nützt.
Kurz gesagt: Es geht nicht um Technik. Es geht darum, wie sich dein Büroalltag in drei Monaten anfühlt — ruhigere Montage, schnellere Nachbereitung, und das gute Gefühl, das Thema KI nicht nur vom Hörensagen zu kennen, sondern es im Griff zu haben.
Was ist ein „KI-Betriebssystem"?
Du kennst wahrscheinlich ChatGPT & Co.: Man tippt eine Frage, bekommt eine Antwort. Praktisch — aber jedes Gespräch fängt bei null an. Die KI weiß nicht, wer du bist, welche Projekte laufen, wie du formulierst. Also erklärst du es. Jedes. Einzelne. Mal. Und was dabei herauskommt, kopierst du irgendwohin — und weg ist es.
Ein KI-Betriebssystem dreht das um. Statt dass du die KI im Browser besuchst, zieht die KI bei dir ein — in einen einzigen Ordner auf deinem Mac. Darin liegt ein kurzes Briefing über dich (wer du bist, wie du arbeitest, worauf es dir ankommt) plus deine Notizen und Projekte. Die KI liest das alles, bevor sie loslegt. Und alles, was sie erarbeitet, landet wieder im Ordner — als Dateien, die dir bleiben.
Das Ergebnis fühlt sich weniger an wie ein Werkzeug und mehr wie ein Mitarbeiter, der die Akte tatsächlich gelesen hat. Du sagst „mach mir aus den Notizen von heute eine Aufgabenliste" — und er weiß, welcher Termin gemeint war, welches Projekt dranhängt und dass du Listen gern kurz hast.
Das ist die ganze Idee. Kein Plattform-Projekt, kein Einführungs-Workshop, keine Schulungswoche. Ein Ordner, ein Briefing, und eine KI, die beides liest.
| Chatbot im Browser | Dein KI-Arbeitsplatz | |
|---|---|---|
| Kennt dich? | Fängt jedes Mal bei null an | Liest zuerst dein Briefing — in jeder Sitzung |
| Dein Kontext | Nur, was du reinkopierst | Deine Notizen & Projekte liegen direkt im Ordner |
| Die Ergebnisse | Kopieren, einfügen, vergessen | Als Dateien gespeichert — bleiben und lassen sich wiederverwenden |
| Wird es besser? | Nein — ewig dasselbe Gespräch | Ja — jede Briefing-Ergänzung macht es schlauer |
| Wem gehört es? | Der Plattform | Dir. Einfache Textdateien auf deinem Mac |
Du startest mit drei Dingen
Zwei kostenlose Programme und eine Textdatei — mehr ist der Start-„Technik-Stack" wirklich nicht. Der Rest kommt später, und nur wenn du ihn willst.
Der Schreibtisch
Ein kostenloses Programm, das einen Ordner und seine Dateien anzeigt — wie ein aufgeräumter Schreibtisch, auf dem alles Aktuelle auf einen Blick liegt.
Der Mitarbeiter
Eine KI, die in diesem Ordner arbeitet. Du redest ganz normal mit ihr — auf Deutsch. Sie liest deine Dateien, schreibt neue und fragt nach, wenn sie unsicher ist.
Das Briefing
Zwei kurze Textdateien, die dem Mitarbeiter sagen, wer du bist, wie du arbeitest und was dir wichtig ist. Er liest sie zu Beginn jeder Sitzung — du erklärst dich nie zweimal.
Mehr brauchst du monatelang nicht. Und wenn du hineingewachsen bist, warten schon drei weitere Bausteine — denen begegnest du ab der Pro-Stufe:
Die Rezepte
Aufgeschriebene Anleitungen, die der Mitarbeiter wiederverwendet: „so schreiben wir Nachfass-Mails", „so bauen wir Checklisten". Eine gute Arbeitsweise einmal festhalten — für immer nutzen.
Die Spezialisten
Zusätzliche Kollegen mit Spezialgebiet — ein Korrekturleser, ein Planer, ein Rechercheur. Jeder mit eigenem kleinen Briefing für eine wiederkehrende Rolle; dein Haupt-Mitarbeiter holt sie dazu.
Die Anschlüsse
Der Mitarbeiter kann sich mit anderen Systemen verbinden — Mail, Kalender, Ablage — und wiederkehrende Abläufe können nach Plan laufen. Hier wächst der persönliche KI-Arbeitsplatz in echte Automatisierung.
So sieht ein ausgewachsenes Cockpit aus
Dieselben drei Bausteine nach ~3 Monaten, mit Leben gefüllt: Projekte haben Zimmer, Skills und Vorlagen sind eingezogen, das Marken-Kit hält alles im SOLID-Look — und der Mitarbeiter arbeitet mit allem davon. (Auf dem Handy: seitlich scrollen.)
CLAUDE.md
me.md
▾ marke/
marken-kit.md
logo-solid.svg
▾ notizen/
wochenplan.md
2026-07-03-baustellentermin.md
werkzeug-ideen.md
▾ aufgaben/
2026-07-03-baustellentermin.md
▾ projekte/
▸ neubau-kita/
▸ umbau-buerogebaeude/
▾ vorlagen/
bautenstandsbericht.md
maengelanzeige.md
▾ skills/
besprechungsnotizen.md
wochenplan.md
bautenstandsbericht.md
Übernommen: Nachtrag Elektro (wartet auf Fachplaner)
## Top 3
1. Neubau Kita: Bautenstandsbericht → Entwurf bis Mi
2. Bauherren-Mail Umbau (Entwurf liegt in aufgaben/)
3. Übergabe-Checkliste v1 → im Büro zeigen
## Geparkt (nicht diese Woche)
- Foto-Doku-Ablage neu sortieren
Claude: Erledigt. Zwei neue Aufgaben, eine Entscheidung ins Logbuch übernommen, eine Frist unklar — mit [?] markiert. Soll ich den Bautenstandsbericht gleich vorbereiten?
Warum so — und nicht noch ein Tool?
Du hast erlebt, wie es läuft, wenn man ein großes System eingeführt bekommt: viel Funktionsumfang, viel Einarbeitung — und am Ende nutzt man zehn Prozent davon. Dieser Weg hier ist bewusst das Gegenteil.
Plattform von der Stange
Für hundert Firmen gebaut, für keine passgenau.
- Erst Einführungsprojekt, dann (vielleicht) Nutzen
- Man richtet sich nach dem Tool — nicht umgekehrt
- Funktionen, die niemand im Büro braucht
- Läuft beim Anbieter; Wechsel = Neuanfang
Dein KI-Arbeitsplatz
Fängt bei null an und wächst nur dahin, wo er dir nützt.
- Nutzen ab Tag eins — erste Aufgabenliste in 30 Sekunden
- Passt sich dir an: dein Ton, deine Abläufe, deine Begriffe
- Nichts drin, was du nicht selbst hineingelegt hast
- Gehört dir: Textdateien auf deinem Mac, kein Lock-in
→ Schlank statt schwergewichtig: erst beherrschen, dann erweitern. Und was sich bewährt, kann später Schritt für Schritt ins Büro wachsen — in deinem Tempo, nicht im Tempo eines Anbieters.
Die Ampel
Einmal Klartext vorweg: Was du in den Chat tippst, wird in der Cloud verarbeitet — wie bei jedem KI-Assistenten. Deine Dateien bleiben auf deinem Mac, aber das Gespräch reist. Genau deshalb sortieren wir Inhalte in drei Farben — und deshalb kennt die rote Regel keine Ausnahme.
Grün — los
Deine eigenen Notizen, Planung, Entwürfe, Ideen, To-dos. Alles, was sich um deine Arbeit und dein Denken dreht — nicht um Dritte.
Gelb — erst abstimmen
Interne SOLID-Unterlagen und Team-Material. Grundsätzlich in Ordnung — aber einmal kurz im Büro abstimmen, bevor es in dein Setup wandert.
Rot — nie
Personenbezogene Daten und vertrauliche Auftraggeber-Unterlagen (DSGVO). Gerade bei öffentlichen Auftraggebern gilt: Solche Inhalte bleiben in euren geregelten Systemen — niemals im persönlichen Werkzeug.
Faustregel: Sobald ein Inhalt eine konkrete Person oder vertrauliche Projektdetails eines Auftraggebers beschreibt, ist er rot. Und wenn du bei etwas unsicher bist, welche Farbe es hat — genau das ist eine gute Frage an Jan oder Michael. Nachfragen ist hier der Profi-Move, nicht die Blamage.
Der Pfad: Starter → Mid → Pro
Elf Missionen in drei Stufen. Der Pfad läuft in Missionen, nicht in Wochen: Jede Mission gibt dir eine kleine tägliche Übung (5–10 Minuten). Bleib bei einer Mission, bis sich die Übung selbstverständlich anfühlt — mal sind das drei Tage, mal zwei Wochen. Dann öffnest du die nächste. Dein Tempo, kein Kalender, kein Hinterherhinken. Starter baut die Gewohnheit mit exakten Rezepten, Mid liefert echte Arbeitsergebnisse, Pro macht daraus dein System — dort brauchst du Prinzipien statt Rezepte. Und hak die Kästchen wirklich ab: Sich über einen kleinen Erfolg zu freuen ist buchstäblich das, was Gewohnheiten entstehen lässt.
0Setup
Deinen KI-Arbeitsplatz einrichten (~30 Minuten)
Zwei kostenlose Programme installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
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Deinen KI-Arbeitsplatz einrichten (~30 Minuten)
Zwei kostenlose Programme installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
Alles hier ist Klick für Klick beschrieben. Kaputtmachen kannst du nichts — der schlimmste Fall ist ein Programm, das nicht startet. Und das ist eine Nachricht an uns, keine Krise.
- Claude-Konto — auf claude.ai anlegen und den Pro-Plan wählen (~20 €/Monat — die einzigen laufenden Kosten im ganzen Setup)
- VS Code installieren (kostenlos) — auf code.visualstudio.com laden (Mac wählen), die .zip öffnen und Visual Studio Code in den Programme-Ordner ziehen, dann starten
- Claude Code installieren — in VS Code das Menü Terminal → Neues Terminal öffnen. Unten erscheint ein Textfenster. Diese Zeile hineinkopieren und Enter drücken:
curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash
- Starten & anmelden — im selben Terminal claude eintippen und Enter drücken. Ein Browser-Fenster öffnet sich; dort mit deinem claude.ai-Konto anmelden. Das machst du nur ein einziges Mal.
- Deinen Ordner anlegen — im Finder einen Ordner erstellen, z. B. Dokumente/solid-os. Dann in VS Code: Datei → Ordner öffnen… und ihn auswählen.
- Starter-Kit herunterladen (Button unten) und START-HIER.md in diesen Ordner legen. Dann Claude einen einzigen Satz sagen: „Lies START-HIER.md und lass uns mein KI-Betriebssystem aufbauen."
- Marken-Material bereithalten — Logo, Briefbogen, eine Broschüre, die dir gefällt. Das Starter-Interview legt daraus dein Marken-Kit an (Farben, Schriften, Ton) — damit jeder Entwurf von Anfang an nach SOLID aussieht.
✓ Fertig wenn: Claude deine Ordnerstruktur gebaut und dich mit Namen begrüßt hat.
🎨 Dein Marken-Kit bauen
Logo + Briefbogen in marke/ legen — 15 Minuten später kommt jeder Entwurf im SOLID-Look. Dauerhaft.
🎙️ Sprechen statt tippen
Installier Wispr Flow (kostenloser Einstieg, später kostenpflichtige Stufe): Taste halten, sprechen, der Text erscheint — im Chat und überall sonst. Mit dem Mitarbeiter arbeiten wird wörtlich reden.
5 Minuten Einrichtung · macOS-Diktat geht zur Not auch, nur träger📋 Der Protokoll-Trick
Transkript oder Notizen rein — Protokoll, Aufgabenliste und Antwortentwurf raus. In dreißig Sekunden.
Zur Mission →🛠️ Ein Werkzeug aus Worten
Beschreib eine Baustellen-Checkliste — und öffne eine echte kleine Webseite, die es vorher nicht gab.
Zur Mission →
1Mission
Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
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Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
Warum zuerst: Es dauert 30 Sekunden und zahlt sich sofort aus. Nach Baustellenterminen, Planungsbesprechungen und Bauherren-Gesprächen geht erfahrungsgemäß am meisten unter — genau da setzt der erste Handgriff an.
- Nach einem Termin einfach ablegen, was da ist: rohe Notizen oder eine Transkript-Datei (aus Teams, einer Diktier-App o. ä.) in notizen/ — oder direkt in den Chat einfügen. Stichworte, Halbsätze, Chaos: alles gut. Je wüster die Vorlage, desto eindrucksvoller das Ergebnis.
- Den Mitarbeiter die Aufgaben herausziehen lassen (Vorlage unten)
- Das Ergebnis kritisch lesen — du bleibst der Redakteur. Wenn etwas nicht stimmt, sag es ihm; aus der Korrektur lernt er.
Mach mir aus meinen Termin-Notizen eine saubere Aufgabenliste. (Entweder unten eingefügt — oder sag: „lies die Transkript-Datei in notizen/") - eine Zeile pro Aufgabe, mit Zuständigem und Frist (falls genannt) - ein eigener Abschnitt „Warten auf andere" - oben kurz „Getroffene Entscheidungen" - Projektbezug dazuschreiben, wenn erkennbar Speichere das Ergebnis in aufgaben/. [hier die Notizen einfügen — oder die Datei nennen]
✓ Fertig wenn: du Notizen aus 3 echten Terminen in Aufgabenlisten verwandelt hast.
2Mission
Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
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Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
Warum: Bis jetzt war der KI-Arbeitsplatz ein Werkzeug. Diese Mission macht ihn zum Ritual — und Rituale sind das, was bleibt. Fünf Minuten am Montag, und die Woche hat eine Form statt einer Warteschlange. Bei mehreren parallelen Bauprojekten ist genau das Gold wert.
- Montagmorgen, Kaffee in der Hand: alles abladen, was ansteht — Aufgaben, Sorgen, lose Enden, das Ding von Freitag. Unsortiert ist ausdrücklich erwünscht.
- Einen strukturierten Wochenplan erstellen lassen (Vorlage unten)
- Als notizen/wochenplan.md speichern. Nächsten Montag fragst du: „Vergleich mit letzter Woche — was ist liegengeblieben, was nehmen wir mit?" Dieser Vergleich ist der Moment, in dem es sich zum ersten Mal nach Magie anfühlt.
Es ist Montag. Hier ist alles, was mir für diese Woche im Kopf herumgeht, unsortiert. Mach daraus einen Wochenplan: - Top-3-Prioritäten (leg dich fest — ich korrigiere dich, wenn nötig) - ein Vorschlag pro Tag, feste Termine berücksichtigen - ein Abschnitt „Nicht diese Woche" — festgehalten, aber aus dem Kopf Speichere ihn als notizen/wochenplan.md. [Gedanken hier abladen]
✓ Fertig wenn: du zwei Wochen so gestartet hast.
3Mission
Mails & Schreiben entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
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Mails & Schreiben entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
Warum: Ein sauberes Schreiben aufzusetzen ist langsam. Zu wissen, was drinstehen soll, ist schnell. Trenn die beiden Jobs: Du lieferst die Absicht, der Mitarbeiter liefert den ersten Entwurf — und der erste Entwurf ist immer der teure Teil. Gerade bei heiklen Schreiben an Bauherren oder Behörden.
- Stichpunkte geben: Was soll das Schreiben sagen, an wen geht es, was soll danach passieren?
- Einen Entwurf in deinem Ton anfordern — das Briefing kennt ihn. Wenn der Ton nicht sitzt: einmal korrigieren („verbindlicher", „direkter") und Claude bitten, sich das zu merken.
- Redigieren, dann wie gewohnt selbst versenden. Die KI versendet nie etwas — das ist Hausregel.
Entwirf mir eine E-Mail, in meinem üblichen Ton (siehe me.md). An: [wer + in welchem Verhältnis stehen wir] Ziel: [was soll nach dem Lesen passieren] Inhaltspunkte: - [Punkt 1] - [Punkt 2] Kurz und verbindlich — ich redigiere vor dem Versand. Gib mir zwei Varianten für die Betreffzeile.
✓ Fertig wenn: 3 Schreiben rausgegangen sind, die als Entwurf vom Mitarbeiter gestartet sind.
4Mission
Aus losen Notizen ein sauberes Dokument
Verstreute Gedanken in etwas verwandeln, das man vorzeigen kann.
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Aus losen Notizen ein sauberes Dokument
Verstreute Gedanken in etwas verwandeln, das man vorzeigen kann.
Warum: Zum ersten Mal liest der Mitarbeiter mehrere deiner Dateien auf einmal und baut daraus etwas Größeres. Hier spürst du den Unterschied zum Chatbot im Browser am deutlichsten — er hat deinen Kontext, weil dein Kontext im Ordner liegt.
- Etwas Echtes wählen, das sowieso ansteht: eine Projektnotiz, ein Protokoll, eine Ablaufbeschreibung fürs Büro
- Den Mitarbeiter auf dein Material zeigen: „Lies alles in notizen/ zum Thema X"
- Eine strukturierte erste Fassung anfordern — und dann im Dialog formen: „Abschnitt 2 ist zu lang", „nimm den Kostenpunkt dazu", „der Schluss soll verbindlicher klingen"
Lies meine Notizen in notizen/ zum Thema [Thema]. Erstelle eine erste Fassung von [Projektnotiz / Gliederung / Einseiter]: - klar gegliedert mit Überschriften - alles Unsichere mit [?] markieren, statt zu raten - bevor du anfängst: stell mir die 3 wichtigsten Rückfragen Speichere sie als neue Datei in notizen/.
✓ Fertig wenn: ein echtes Dokument rausgegangen ist, das an deinem KI-Arbeitsplatz entstanden ist.
5Mission
Den Mitarbeiter schlauer machen
Dein Briefing mit allem füttern, was du inzwischen gelernt hast.
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Den Mitarbeiter schlauer machen
Dein Briefing mit allem füttern, was du inzwischen gelernt hast.
Warum: Inzwischen ist dir einiges aufgefallen — Antworten zu lang, falsche Annahmen, Kontext, der immer wieder fehlt. Die meisten Leute murren und erklären neu. Du behebst es stattdessen an der Quelle. Das ist die eigentliche „Betriebssystem"-Fähigkeit: Das System wird besser, weil du es pflegst — nicht, weil ein Anbieter ein Update ausrollt.
- Drei Momente sammeln, in denen der Mitarbeiter danebenlag oder du etwas neu erklären musstest
- Ihm sagen, was er sich merken soll — er aktualisiert sein Briefing selbst und zeigt dir die Änderung
- Testen: etwas fragen, das vorher schiefging. Den Unterschied spüren.
Lass uns dein Briefing verbessern. Drei Dinge, die du über mich wissen solltest, die du bisher immer wieder falsch machst oder erfragst: 1. [z. B. „Antworten standardmäßig kurz — Details liefere ich auf Nachfrage"] 2. [z. B. „mit ‚das Büro' meine ich unser Team bei SOLID"] 3. [z. B. „Projekte immer mit Namen und Ort nennen"] Aktualisiere me.md / CLAUDE.md selbst und zeig mir genau, was du geändert hast.
✓ Fertig wenn: dein Briefing gewachsen ist und du den Unterschied in den Antworten merkst.
6Mission
Jedem Projekt sein eigenes Zimmer
Ein Ordner pro Bauprojekt, mit eigenem Briefing — der Mitarbeiter denkt ab jetzt projektweise.
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Jedem Projekt sein eigenes Zimmer
Ein Ordner pro Bauprojekt, mit eigenem Briefing — der Mitarbeiter denkt ab jetzt projektweise.
Warum: Bis jetzt liegt alles in notizen/. Das funktioniert — bis drei Projekte parallel laufen und der Mitarbeiter raten muss, welches du meinst. Ein Projektordner mit eigener projekt.md (Ziel, Beteiligte, Stand, Entscheidungen) macht aus „die KI kennt mich" ein „die KI kennt meine Projekte".
- Deine zwei aktivsten Projekte auswählen
- Den Mitarbeiter für jedes ein Zimmer einrichten lassen — er interviewt dich pro Projekt (Vorlage unten)
- Ab jetzt: Notizen und Ergebnisse zum Projekt wandern in seinen Ordner — und Fragen bekommen projektbewusste Antworten
Richte in projekte/ ein Zimmer für mein Projekt [Name] ein. Interview mich kurz: Ziel, Beteiligte (Bauherr, Fachplaner, Behörden), aktueller Stand, nächste Meilensteine — und was du bei diesem Projekt immer im Hinterkopf behalten sollst. Erstelle dann projekte/[name]/projekt.md als Briefing und ein logbuch.md für ein kurzes laufendes Tagebuch. Wenn ich [Name] erwähne, lies ab jetzt zuerst dieses Briefing.
✓ Fertig wenn: zwei Projekte ihr eigenes Zimmer haben und eine Frage schon das Projekt-Briefing genutzt hat.
7Mission
Deine Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Alles, was du zweimal machst, wird zur Vorlage — Wiederkehrendes wird zum Lückentext.
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Deine Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Alles, was du zweimal machst, wird zur Vorlage — Wiederkehrendes wird zum Lückentext.
Warum: Inzwischen sind gute Dinge entstanden — Schreiben, Protokolle, Dokumente. Der Pro-Zug ist, nicht mehr von vorn anzufangen. Eine Vorlagen-Bibliothek heißt: Jedes wiederkehrende Stück startet bei 80 Prozent — in deiner Struktur, in deinem Ton. Gerade im Baualltag mit seinen immergleichen Schreiben (Bautenstandsbericht, Mängelanzeige, Nachtrags-Begleitschreiben) ein enormer Hebel.
- Ein Stück auswählen, auf das du stolz bist — ein Schreiben, ein Protokoll, ein Bericht
- Den Mitarbeiter das wiederverwendbare Gerüst herausziehen lassen (Vorlage unten)
- Beim nächsten Mal: „Entwirf das nach vorlagen/bautenstandsbericht.md" — und den Vorsprung spüren
Schau dir [Datei] an — ein Stück, mit dem ich zufrieden bin. Zieh daraus eine wiederverwendbare Vorlage: Struktur, Ton, Platzhalter in [Klammern]. Speichere sie als vorlagen/[kurzer-name].md. Und dann schau in meine notizen/: Welche meiner wiederkehrenden Schreiben und Dokumente verdienen als Nächstes eine Vorlage?
✓ Fertig wenn: vorlagen/ mindestens zwei Vorlagen enthält und eine davon wiederverwendet wurde.
8Mission
Der Wow-Moment: ein eigenes kleines Werkzeug bauen
Der Mitarbeiter baut dir eine echte kleine Webseite — kein Programmieren, nur Beschreiben.
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Der Wow-Moment: ein eigenes kleines Werkzeug bauen
Der Mitarbeiter baut dir eine echte kleine Webseite — kein Programmieren, nur Beschreiben.
Warum: Kleines Geheimnis — dein Mitarbeiter schreibt nicht nur Texte, er kann auch bauen. Eine Übergabe-Checkliste, eine Baustellen-Einweisung zum Abhaken, ein kleines Formular: Du beschreibst es, er baut es als Webseite, du öffnest sie im Browser. Das ist der Moment, in dem klar wird: Die Decke hängt viel höher als „Schreibhilfe" — und zwar ohne, dass ein Anbieter-System nötig wäre.
- Eine Checkliste wählen, die im Alltag wirklich gebraucht wird: Baustellen-Einweisung, Übergabeprotokoll, Foto-Doku-Reihenfolge …
- Inhalt und Anmutung beschreiben — der Mitarbeiter baut sie als HTML-Datei direkt in deinen Ordner
- Doppelklick auf die Datei: Sie öffnet sich im Browser. Dann im Dialog verfeinern — „Überschrift größer", „freundlicherer Einstieg", „Druckansicht sauber"
- Als PDF teilen (Drucken → als PDF sichern) — und für eine echte Online-Version für Dritte: kurz mit Jan & Michael sprechen, das ist von hier aus ein kleiner Schritt
Bau mir eine interaktive Checkliste als einzelne HTML-Datei (checkliste.html) in meinem Ordner. Thema: [z. B. „Baustellen-Einweisung für Nachunternehmer"] Punkte: [hier auflisten — oder verweise auf eine Datei in notizen/] Anforderungen: - klares, freundliches Design, auch auf dem Handy gut lesbar - Kästchen, die ihren Zustand behalten, wenn man die Seite wieder öffnet - Gestaltung & Ton: nutze marke/marken-kit.md (Farben, Logo, Tonfall) Ich öffne sie im Browser und wir verfeinern sie gemeinsam.
✓ Fertig wenn: du eine Checkliste im Browser geöffnet hast, die es eine Stunde vorher noch nicht gab.
9Mission
Deinen eigenen Anwendungsfall entwerfen
Du kennst dein Büro am besten — jetzt erkennst du die Gelegenheit selbst.
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Deinen eigenen Anwendungsfall entwerfen
Du kennst dein Büro am besten — jetzt erkennst du die Gelegenheit selbst.
Warum: Das ist das Gesellenstück. Bis hierhin bist du Missionen gefolgt — jetzt entwirfst du eine. Die Fähigkeit zu erkennen, wo KI hilft (wiederkehrend, lästig, ampel-grün), ist mehr wert als jeder einzelne Ablauf. Denn die behältst du für immer.
- Eine Aufgabe finden, die wiederkehrend ist (wöchentlich oder öfter), lästig (du seufzt, wenn sie auftaucht) und ampel-grün
- Sie dem Mitarbeiter beschreiben und den Ablauf gemeinsam entwerfen — er schlägt vor, du schärfst nach
- Mindestens zweimal an echter Arbeit laufen lassen
- Dann Jan & Michael davon erzählen — der kommt in die Vitrine 🏆
Ich habe eine wiederkehrende Aufgabe, die wir uns leichter machen sollten: [beschreiben — was löst sie aus, was tust du, was muss am Ende herauskommen] Entwirf mit mir einen einfachen Ablauf dafür: - was lege ich künftig in welchem Ordner ab? - was musst du einmalig wissen (Briefing) und was jedes Mal (Anfrage)? - mach einen Vorschlag — und dann testen wir ihn sofort an einem echten Beispiel.
✓ Fertig wenn: dein eigener Ablauf zweimal an echter Arbeit gelaufen ist.
10Mission
Weitergeben — und die nächste Runde planen
Einen Handgriff im Büro zeigen und mit Jan & Michael Bilanz ziehen.
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Weitergeben — und die nächste Runde planen
Einen Handgriff im Büro zeigen und mit Jan & Michael Bilanz ziehen.
Warum: Etwas Kleines zu zeigen ist der beste Test, ob man es wirklich verstanden hat. Und nichts überzeugt Kollegen so sehr wie echte Büroarbeit, live vorgeführt von jemandem, dem sie vertrauen — nicht von einem Verkäufer.
- Deinen Lieblingsmoment der letzten Wochen auswählen — den, bei dem du dachtest: „Okay, das war stark."
- Ihn jemandem im Büro live zeigen, an echter (ampel-grüner) Arbeit — 10 Minuten, ohne Folien, genau so, wie du es selbst gelernt hast
- Beobachten, was Neugier weckt — das ist der beste Hinweis, was sich als Nächstes lohnt
- Bilanz mit Jan & Michael: Was hat sich bewährt? Wo hakt es? Und was wäre der sinnvollste nächste Baustein — fürs Büro, nicht nur für dich?
✓ Fertig wenn: jemand im Büro deinen KI-Arbeitsplatz in Aktion gesehen hat und ihr mit Jan & Michael Bilanz gezogen habt.
Echte Beispiele: ein Briefing, drei Skills
So sehen diese Textdateien wirklich aus — eine gewachsene CLAUDE.md und drei „Rezepte" aus dem skills/-Baustein. Zum Lesen aufklappen, kopieren — oder herunterladen und als Vorsprung direkt in deinen eigenen Ordner legen.
📋 CLAUDE-beispiel.md — so sieht das Briefing nach ein paar Wochen aus ›
# CLAUDE.md — Beispiel-Briefing *Ein realistisches Beispiel, wie dein Briefing nach ein paar Wochen aussehen kann. Deins wird persönlich — Claude schreibt die erste Fassung im Starter-Interview, danach wächst sie mit.* ## Für wen ich arbeite Lies `me.md` zu Beginn jeder Sitzung — dort steht, wer ich bin, wie ich arbeite und worauf es mir ankommt. ## Wie wir zusammenarbeiten - Antworten standardmäßig kurz; Details liefere ich auf Nachfrage. - Sprache: Deutsch. - Leg dich fest: Vorschlag statt Optionsliste. Ich korrigiere dich. - Alles Unsichere mit **[?]** markieren, statt zu raten. - Keine Fakten erfinden. Wenn du etwas nicht weißt, sag es. ## Hausregeln (unverhandelbar) - **Ampel:** 🟢 meine eigenen Notizen, Planung, Entwürfe → okay · 🟡 interne SOLID-Unterlagen → erst im Büro abstimmen · 🔴 personenbezogene Daten und vertrauliche Auftraggeber-Unterlagen (DSGVO) → **nie**; anhalten und erklären, nicht verarbeiten. - **Du versendest nie etwas.** Schreiben werden entworfen — ich prüfe und versende. - **Nie Dateien löschen** ohne mein ausdrückliches Okay. - **Markentreu als Standard:** Vor jedem Entwurf, der nach außen gehen könnte, `marke/marken-kit.md` lesen. ## Ordner-Landkarte - `notizen/` — Rohmaterial: Terminnotizen, Transkripte, Gedanken - `aufgaben/` — Aufgabenlisten, die du erzeugst - `projekte/<name>/` — ein Zimmer pro Bauprojekt; zuerst dessen `projekt.md` lesen - `vorlagen/` — wiederverwendbare Gerüste; nutzen, wenn ich eine nenne - `marke/` — Logo + `marken-kit.md` - `skills/` — Rezepte; wenn ich sage *„nutz den Skill X"*, folge genau dieser Datei ## Feste Routinen - **Montag:** Ich lade ab → du baust `notizen/wochenplan.md` (Rezept: `skills/wochenplan.md`) - **Nach Terminen:** Notizen → Aufgabenliste (Rezept: `skills/besprechungsnotizen.md`) - **Freitag:** kurzer Wochenabschluss — erledigt / wandert / kann weg
🧾 skill-besprechungsnotizen.md — das Rezept hinter Mission 1 ›
# Skill: Besprechungsnotizen → Aufgabenliste *Wenn ich sage „nutz den Notizen-Skill" — oder nach einem Termin einfach rohe Notizen einfüge — folge diesem Rezept.* ## Eingabe Rohe Notizen oder eine Transkript-Datei. Chaos ist eingeplant — Halbsätze, Stichworte, alles gut. ## Schritte 1. Erst alles lesen. Drei Inhaltsarten erkennen: Entscheidungen, Aufgaben, offene Fragen. 2. Ausgabe in genau dieser Reihenfolge bauen: - **Entscheidungen** — was vereinbart wurde, je eine kurze Zeile - **Aufgaben** — je eine Zeile: was · zuständig · Frist (**[?]** wo unklar) - **Warten auf andere** — was und auf wen - **Offene Fragen** — fürs nächste Mal 3. Projektbezug dazuschreiben, wenn erkennbar (Projektname aus `projekte/`). 4. Als `aufgaben/JJJJ-MM-TT-<thema>.md` speichern und mir zeigen. ## Qualitätsmaßstab - Keine erfundenen Fristen oder Zuständigen — im Zweifel mit **[?]** aufnehmen. - Nichts fallen lassen: lieber ein **[?]** zu viel als eine Aufgabe zu wenig. - Kurze Zeilen. Keine Absätze in Prosa.
🗓️ skill-wochenplan.md — das Montags-Ritual als wiederverwendbarer Skill ›
# Skill: der Montags-Wochenplan *Wenn ich „Montagsplan" sage und ablade, was mir im Kopf herumgeht, folge diesem Rezept.* ## Schritte 1. Existiert `notizen/wochenplan.md` von letzter Woche: zuerst lesen. Den neuen Plan mit **Übernommen** beginnen — was liegen blieb und noch zählt. 2. Aus meinem Gedanken-Abwurf bauen: - **Top-3-Prioritäten** — leg dich fest, wähl für mich; ich korrigiere - **Tag für Tag** — realistischer Vorschlag, feste Termine berücksichtigen - **Nicht diese Woche** — geparkt, festgehalten, aus dem Kopf 3. Als `notizen/wochenplan.md` speichern. 4. Mit einer Frage enden: *„Was würde diese Woche zu einem Erfolg machen?"* ## Freitags-Abschluss (gleicher Skill, anderes Ende) Wenn ich „Freitagsabschluss" sage: Plan lesen, drei Zeilen — **erledigt / wandert in nächste Woche / kann weg?** Keine Zeremonie.
🏗️ skill-bautenstandsbericht.md — der Bericht, der sich selbst vorbereitet ›
# Skill: Bautenstandsbericht entwerfen *Wenn ich sage „nutz den Berichts-Skill" für ein Projekt, folge diesem Rezept.* ## Vorher 1. `projekte/<name>/projekt.md` lesen (Beteiligte, Stand, Meilensteine). 2. `projekte/<name>/logbuch.md` lesen — was ist seit dem letzten Bericht passiert? 3. Falls vorhanden: `vorlagen/bautenstandsbericht.md` als Gerüst nehmen. ## Aufbau des Entwurfs - **Projekt & Berichtszeitraum** — eine Zeile Kopfdaten - **Stand der Arbeiten** — was ist fertig, was läuft (sachlich, je eine Zeile) - **Fortschritt seit letztem Bericht** — aus dem Logbuch destilliert - **Besonderheiten / Abweichungen** — Verzögerungen, Nachträge, Wetter; nüchtern benennen - **Nächste Schritte** — mit Zeithorizont - **Anlagen** — Verweis auf Fotos/Unterlagen (nur benennen, nicht einbinden) ## Qualitätsmaßstab - Ton: sachlich und verbindlich — Behörden- und Bauherren-tauglich. - Nichts behaupten, was nicht im Logbuch oder in meinen Notizen steht; Lücken mit **[?]** markieren und mich fragen. - Als Entwurf in `projekte/<name>/berichte/` speichern — versendet wird von mir.
Wohin das führen kann: vom Cockpit zur Automation
Der Pfad oben macht dich schneller. Der Horizont dahinter: Dinge laufen von selbst — immer mit dir als Redakteur. Drei Stufen, ehrlich beschriftet:
Dein KI-Cockpit
Du arbeitest mit einem Mitarbeiter, der deinen Kontext kennt. Notizen werden Aufgaben, Entwürfe entstehen in deinem Ton, Dokumente starten bei 80 Prozent. Alles passiert, weil du es angestoßen hast.
Dein Ordner spricht mit deinen Tools
Mail, Kalender, Ablage: Der Mitarbeiter liest und bereitet über Systemgrenzen hinweg vor. Die Projekträume und Werkzeug-Missionen der Pro-Stufe sind der erste Vorgeschmack darauf.
Routinen laufen von allein
Mit einer Workflow-Werkbank wie n8n laufen wiederkehrende Abläufe nach Plan: Berichts-Entwürfe entstehen automatisch, Termin-Nachbereitungen liegen vorbereitet da, Wochenübersichten bauen sich über Nacht — und jedes Ergebnis landet als Entwurf zur Prüfung, nie als Auto-Versand.
So sieht „verbundene Werkzeuge" konkret aus
- Mail: Der Mitarbeiter liest den ganzen Verlauf und entwirft die Antwort in deinem Ton — versendet wird weiter von dir
- Kalender: Vor jedem Bauherren- oder Behörden-Termin ein Briefing — wer, was ist offen, was ist das Ziel
- Ablage: Projektordner und Büro-Ablage sprechen miteinander — „fass mir den Stand zu Projekt X zusammen" über alle Quellen
- Dokumente: Marken-Kit + Vorlagen-Bibliothek greifen überall — jedes Schreiben startet im SOLID-Look
So sieht „Routinen laufen von allein" aus
- Berichts-Pipeline: Baustellen-Fotos + Kurznotizen rein → Bau-Doku-Entwurf raus — genau so ein Werkstück existiert für SOLID schon als Prototyp
- Formular-Strecken: Urlaub/Krank-Meldung oder Stundennachweis als kurzes Formular → fertiger Mail-Entwurf mit Prüf-Hinweis
- Freitags-Übersicht: Die Wochenübersicht über alle Projekte baut sich selbst — freitags um vier, bereit zur Durchsicht
- Posteingangs-Triage: Anfragen über Nacht vorsortiert — jede mit Antwortvorschlag als Entwurf
Wie schließt man ein Tool an? (das Ding namens „MCP") ›
Wie baut man einen Agenten? ›
Wie baut man einen Workflow? ›
Wie hängt das alles zusammen? ›
Wer baut Stufe 2 und 3 — und was kostet das? ›
→ Stufe 2 und 3 sind genau das, was wir als FlowPhase mit Teams bauen — erste Werkstücke in diese Richtung gibt es für SOLID sogar schon. Wenn du den Pfad durch hast, ist das das natürliche nächste Gespräch: Frag uns nach der Demo.
Fragen, die du dir vermutlich stellst
Muss ich programmieren können? ›
Wo landen meine Dateien und Gespräche eigentlich? ›
Was ist, wenn ich etwas kaputt mache? ›
Warum nicht einfach ChatGPT im Browser? ›
Ist das nicht wieder so ein System, das am Ende keiner nutzt? ›
Was kostet das alles? ›
Wie viel Zeit kostet mich das wirklich? ›
Spickzettel
Sätze, die gut funktionieren
- „Stell mir erst Fragen" — vor größeren Aufgaben; der Mitarbeiter interviewt dich, statt zu raten
- „Leg dich fest, ich korrigiere dich" — bringt einen echten Vorschlag statt einer Options-Liste
- „Unsicheres mit [?] markieren, statt zu raten" — macht aus unsichtbaren Vermutungen sichtbare Fragen
- „Kürzer." — völlig legitim. Es ist ein Mitarbeiter, kein Professor
- „Speichere das als Datei in notizen/" — alles Aufhebenswerte wandert in den Ordner
- „…und merk dir das bitte" — er aktualisiert sein Briefing; derselbe Fehler passiert nie zweimal
Mini-Glossar
- Terminal — das Textfenster in VS Code, in dem Claude wohnt. Tippen, Enter, fertig
- Markdown (.md) — eine einfache Textdatei mit schlichter Formatierung. Öffnet überall, übersteht jeden Tool-Wechsel
- Prompt — das schicke Wort für „was du der KI sagst"
- CLAUDE.md — das Briefing, das der Mitarbeiter zu Beginn jeder Sitzung liest
- me.md — wer du bist und wie du arbeitest; schreibt Claude im Starter-Interview selbst
- Session — ein Gespräch. Neue Session = frischer Start, aber Dateien und Briefing bleiben
Wenn sich etwas komisch anfühlt
- Antwort zu allgemein? Mehr Kontext geben — oder besser: den Kontext einmal ins Briefing schreiben
- Etwas erfunden? Sag es ihm! „Das stimmt nicht, bitte prüfen" funktioniert. Vertrauen ja — aber du bist der Redakteur
- Gespräch verheddert? Session schließen, neu anfangen — nichts geht kaputt, deine Dateien sind sicher
- Wirkt hängengeblieben? Einmal Escape drücken und die Frage konkreter stellen
- Echtes Problem? Screenshot + Nachricht an Jan oder Michael. Genau dafür sind wir da
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten — VS Code 0 € · Claude Pro ~20 €/Monat. Das ist die ganze Rechnung
- Datenschutz — Ampel, immer; Rot heißt Rot (DSGVO, Auftraggeber-Vertraulichkeit)
- Du bist der Redakteur — nichts verlässt das Haus ohne deinen Blick; die KI versendet grundsätzlich nichts
- Deine Dateien, dein System — Textdateien auf deinem Mac; kein Lock-in, nie
- Schlank bleibt schlank — erweitert wird nur, was sich im Alltag bewährt hat